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Kirche wie schön - 150 Jahre St. Josef 2027

Kick-off zum Jubiläumsjahr

Am 14. Oktober 2027 feiert die St. Josef-Kirche in Essen-Frintrop 150 Jahre Kirchweih. Geburtstag quasi von Gemeinde und Pfarrei.

Muss man feiern. Meinen zahlreiche Ehrenamtler, die sich zu einem Auftaktabend im Pfarrheim getroffen haben, um das Jubeljahr vorzubereiten. Denn auch die Kirchenmusik und die Messdiener*innen feiern dasselbe Jubiläum, die Ehrengarde ein etwas Kürzeres.

Der Pfarrgemeinderat hat einstimmig für einen Projektauftrag entschieden, der unter der Leitung des Vorstands von Förderverein und Stiftung St. Josef-Frintrop dieses Mammutprogramm gestalten und umsetzen möge.

Bürgerschaft und Ökumene werden großgeschrieben. Der BVV Frintrop-Bedingrade ist mit an Bord des Projektes. Zum Pfarrfest am 11. September 2027 hat Bischof Overbeck ein Pontifikalamt zugesagt, dazu als Besucher viel Politprominenz.

Ein Ganzjahresprogramm ist in Vorbereitung mit vielen Attraktionen von Rudelsingen bis Ausstellungen, von Predigtreihen bis zum Martinszug: Kirche wie schön - 150 Jahre St. Josef 2027.

Doch vor den Erfolg hat der liebe Gott den Schweiß gestellt. Es bleibt viel zu tun. Und ein solcher Weg begann mit dem ersten Schritt im Pfarrheim.

Arnd Brechmann

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Ostern in der Pfarrei

Auch in diesem Jahr haben wir gemeinsam als Pfarrei die drei österlichen Tage gefeiert. Jeder einzelne Gottesdienst war geprägt von seinen eindrucksvollen Riten. Für die Jugendgruppen der Pfarrei - besonders für die Messdiener*innen - waren das wieder sehr intensive Tage.

An Gründonnerstag war eine Gruppe von Messdiener*innen im Essener Dom zu Gast, um mit Bischof Overbeck die Chrisam-Messe zu feiern und die neuen Öle für die Pfarrei in Empfang zu nehmen.

Am Abend feierten wir in der Pfarrkirche St. Josef gemeinsam das letzte Abendmahl und im Anschluss traf man sich zur Agape im Pfarrheim St. Josef.

An Karfreitag traf sich die Pfarrei in St. Franziskus, um gemeinsam die Karfreitagsliturgie zu feiern. Parallel dazu fand ein Kinder-Kreuzweg im Pfarrheim St. Josef statt.

Der Karsamstag war an allen Kirchorten geprägt von Vorbereitungen für die Ostergottesdienste.

Und es standen alle Zeichen auf „Leben“. Und dann ist sie da, diese besondere Nacht, die für uns Christ*innen alles anders werden lässt.

Christus ist vom Tod erstanden! In der dunklen Kirche erhellte plötzlich eine kleine Flamme die Nacht. An diesem Feuer wurde die neue Osterkerze entzündet und das Licht breitete sich aus.

Am Ostersonntag waren die Festhochämter musikalisch durch Chormusik geprägt, in St. Antonius Abbas mit Kirchenchor und in St. Josef mit Kirchenchor, Solisten und Orchester.

Am Ostermontag feierten wir in der Franziskuskirche einen gemeinsamen Gottesdienst, der musikalisch vom El-Shalom-Chor und dem Flöten-Ensemble gestaltet wurde. Im Anschluss führte dann der Emmaus-Ga­ng zum PaulusHaus, wo sich alle stärkten und viele Gespräche stattfanden.

Osterfeuer

Leider spielte der Wetter-Gott am Ostersonntag beim Osterfeuer auf dem Pfarrheimhof Herz Jesu und an St. Franziskus nicht mit. Aber alle trotzen dem Wetter und waren mit vollem Einsatz dabei und sorgten für das leibliche Wohl der Besucher.

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1. April

Fotofund im Pfarrarchiv von St. Josef beeinflusst den Fußballverband - Oberliga Niederrhein mit komplett neuem Spielplan – Aufsteiger ändert den Vereinsnamen – Gastro freut sich

Ein altes Foto aus dem Pfarrarchiv St. Josef, Frintrop, löst eine kleine Kettenreaktion aus. Im Rahmen der Vorbereitungen auf das Jubiläumsjahr stießen die Projektleiter Dr. Herbert Fendrich und Arnd Brechmann auf den Beweis, dass es im Hexbachtal Einhörner gegeben haben muss. Dieser Fund sorgt für Furore beim Bürger- und Verkehrsverein, bei der DJK Adler Union Frintrop bis hin zum Fußballverband Niederrhein.

Die Staffelleiter der Oberliga Niederrhein im Fußballverband Niederrhein e.V. (FVN) haben dem Eilantrag des Essener Wiederaufsteigers auf Änderung des Vereinsnamens während der laufenden Saison zugestimmt.  Die Kommission Spielbetrieb im Verbandsfußballausschuss ist für die Organisation der Liga verantwortlich. Und die Verantwortlichen konnten der Argumentation des Traditionsvereins vom Frintroper Wasserturm sofort zustimmen, zu klar die angeführten Argumente seitens Vorstandschef Günter Droll und zu wertvoll auch der historische Beitrag für die laufende Saison. Besonders hervorzuheben ist der Impuls aus dem Mannschaftsrat der Frintroper.

Einhörner sind keine Fabelwesen, wie viele glauben - aber sie sind schon lange ausgestorben, so ein allgemeiner Trugschluss. Denn in einer kleinen Enklave im Essener Hexbachtal hatten die Einhörner tatsächlich überlebt, bis zu einem schicksalhaften Tag im Jahr 1926. Einhörner halten viele Menschen bis heute für Fabeltiere. Dabei ist wissenschaftlich längst erwiesen, dass es diese Tierart gab. Mit den edlen Fantasy-Wesen aus Filmen und der Spielwarenindustrie hatten sie allerdings eher wenig zu tun. Doch wann, wo und warum sind die Einhörner ausgestorben? Nach jüngeren Erkenntnissen der WDR-Zeitzeichen ist man sich sicher: Im 5. Jahrhundert nach Christus kommen die ersten Einhörner als Lastentiere mit dem zentralasiatischen Reiterheer des Hunnenkönigs Attila nach Mitteleuropa. Die gutmütigen Tiere mit klobigem Körperbau, struppigem graubraunen Fell und kurzem Hornknubbel verbreiten sich vor allem in den dichten westfälischen Wäldern von den Quellen der Lippe, der Emscher und der Ruhr bis an den Rhein. Weil sie eher langsam, daher leicht zu jagen, aber besonders delikat sind, droht ihnen im späten Mittelalter die Ausrottung. Aber wie kamen die zotteligen Leckerbissen eigentlich nach Essen? Die Fürstäbtissinnen des Essener Damenstiftes erbarmten sich der Tiere und sorgten dafür, dass sie jahrhundertelang gut versteckt in den Wäldern an den Ufern der Borbecke im Schlosspark überleben konnten. Gleichzeitig warteten die Äbtissinnen in ihrer Sommerresidenz Schloss Borbeck ihren Gästen bei den berühmten Grillfesten gerne mit einer seltenen, aber überregional bekannten Delikatesse auf, dem marinierten Span-Einhorn.  Als die Rotte immer kleiner wurde und die letzte Fürstäbtissin Maria Kunigunde von Sachsen mit dem Beginn der reichsrechtlichen Säkularisation im Rahmen der preußischen Besetzung am 3. August 1802 Essen endgültig verlassen musste, siedelte sie die putzigen Einhörner in das Hexbachtal über, wo sie in den Auen und dichten Wäldern in Freiheit überleben konnten.  Am 1. April 1926 dann kam es nach einem Heimsieg der Fußballer der Jungliga-Mannschaft der DJK Adler Frintrop zu einem bedauerlichen Übergriff. Siegestrunken fingen die jungen Adler das vermutlich letzte Einhorn im Hexbachtal, filetierten es und legten es auf den Vereinsgrill. Damit und mit dem jungen Forschungsgebiet der "Unicornistik" setzte sich der Frintroper Bürger- und Verkehrsverein kritisch auseinander. Vorstandssprecher Rainer W. Seck: „Die historische Bedeutung wird uns tatsächlich erst einhundert Jahre nach der Tat bewusst. Wir haben mit dem Institut für Zellbiologie auf dem Campus der Universitätsklinik Duisburg-Essen einen Feldversuch gestartet. Das letzte Einhorn-Horn konnten wir im Nachlass einer der damaligen Kicker sicherstellen und damit könnte ja möglicherweise eine wissenschaftliche Sensation gelingen. Artverwandte Zwergesel und Nachkommen des Wollnashorn könnten nach Auskunft des Duisburger Zoos geeignet für eine Nachzucht der Einhörner genutzt werden. Ein langer wissenschaftlicher Weg, den wir aber gemeinsam gehen wollen und werden!“ Kurzfristig wird es aber bereits ein klares Zeichen geben. Der geschichtsbewusste Mannschaftsrat des Oberligateams der DJK Adler Union Frintrop hat sich mit dem Thema auseinandergesetzt. Co-Kapitän Elias Brechmann hat sich in seiner Masterarbeit mit dem soziologischen Thema: „Zukunft braucht Herkunft“ befasst und nach teaminterner Abstimmung hat Kapitän Dr. Jonas Rübertus für den Fusionsverein einen neuen Namen vorgeschlagen: „DJK Unicorn Frintrop 1910/1926 e. V.“.       

Trainer Marcel Cornelissen: „Unser Verein ist ein ganz besonderer. Und dass die hungrigen Jungligakicker was essen mussten, Schwamm drüber. Aber wir dürfen die Einhörner tatsächlich nicht vergessen, auch wenn wir stets nach drei Punkten jagen!“ Und einig sind sich alle: In Unicorn steckt viel Union, aber auch viel Tier drin. Für die Fans ist ein dreisilbiger Verein auch besser an zu feuern: „U-ni-Corn“ heißt es also ab sofort unter dem Frintroper Wasserturm. Historischer Rückenwind im Kampf um den Klassenerhalt! Und wenn es mit der Nachzucht klappen sollte, hat Vereinswirtin Steffi von der „Gastro am Wasserturm“ bereits angekündigt: „Es kommt so schnell wie möglich auf die Speisekarte: Mariniertes Span-Einhorn!“ Schließlich hat die Leiterin der Essener Domschatzkammer, Kustodin Andrea Wegener, schon zugesagt: „Das Rezept werden wir in den alten Handschriften des Essener Frauenstiftes ganz sicher finden!“ 

(Arnd Brechmann)

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Denkwürdig: Podiumsdiskussion im Pfarrheim St. Franziskus

Exakt sechs Jahre nach dem ersten Lockdown in der Corona-Zeit haben ExpertInnen unter der Moderation des Journalisten Thorsten Schabelon im Pfarrheim St. Franziskus, Perspektiven aus der Pandemie beleuchtet. Etwa 25 Gäste folgten sehr gespannt den Ausführungen auf dem Podium.

Marion Vogel, Pflegedienstleiterin des Cosmas+Damian Hospizes im Franziskushaus zeichnete ein detailliertes Bild der Herausforderungen für die Gäste und deren Familienangehörige in der letzten Lebensphase, aber auch für das Team der Pflegenden. Teamgeist trug das Team, wechselseitige Verantwortung den Umgang mit den Gästen und deren Liebsten. Ein Besuch war immer möglich, das war ein tröstlicher Aspekt.

Andreas Illigen, Schulleiter an der Schildbergschule, Mülheim-Dümpten, schilderte die faktisch zahllosen Vorschriften, Regularien und Volatilitäten im Betrieb einer Grundschule gefangen zwischen Land und Kommune. Was Kinder in der Grundschulzeit und deren Familien meistern mussten, zugleich das Lehrpersonal, das war schon sehr bemerkenswert. Besondere Aufmerksamkeit bekam die Idee des „Hausaufgaben-Buffets“, das einmal in den Kontaktbeschränkungen in der Turnhalle serviert wurde. Kreativität pur in Zeiten strikter Regulierung.

Sabine Lethen, ehemalige Pfarreileiterin St. Josef, Frintrop, davor Gemeindeleitung in St. Paulus, markierte die Schleifspuren im Gemeindeleben. Kirchenbesuch nach der Pandemie, Ehrenamt auf dem Rückzug. Gleichzeitig aber auch die kreative und konstruktive Fülle, die die Pandemie befeuerte. Nach der Pandemie ging diese Flamme wohl aus, so die Seelsorgerin.

Moderator Thorsten Schabelon berichtete aus dessen Zeit damals in der Kommunikation für das Uniklinikum Duisburg-Essen. Tatsächlich verstarb das erste Opfer bundesweit in Essen. Intensives Nachdenken über Corona direkt am Denkort, eine anregende Diskussion und ein interessantes Fazit: Gemeinschaft war der Schlüssel in der Pandemie. Sie trug die Menschen, die Familien, die Arbeitsteam. Passend zum Denkort, den der Künstler Peter Sandhaus ja mit der Gemeinschaftstrage gestaltet hat: Einer trage des Anderen Last!

Ein knisternder Abend im Pfarrheim St. Franziskus: Menschen für und Menschen mit anderen Menschen zu einem Jahrhundertereignis. (Arnd Brechmann)

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Fünfter Fastensonntag. Gesegnet.Lebenswert

Heute wollen wir über zwei Worte nachdenken, die wir oft hören, aber vielleicht nicht immer bewusst bedenken: „gesegnet“ und „lebenswert“. Doch was bedeutet es eigentlich, gesegnet zu sein?

Gesegnet zu sein heißt nicht: keine Probleme zu haben oder immer glücklich zu sein. Gesegnet zu sein heißt vielmehr: Gott ist mir nahe. Gott spricht mir Würde, Hoffnung und Zukunft zu. Sein Ja gilt mir – unabhängig von Leistung oder Erfolg. Und was heißt dann lebenswert?
Ein lebenswertes Leben ist mehr als ein bequemes oder erfolgreiches Leben. Es ist ein Leben, das Sinn hat. Ein Leben, das von Liebe, Vertrauen, Gemeinschaft und Hoffnung getragen wird. Ein Leben, das auch in schwierigen Zeiten weiß: Ich bin nicht allein. Vielleicht hängt beides enger zusammen, als wir denken:
Ein Leben wird lebenswert, wenn wir erkennen, dass wir gesegnet sind. Wenn wir Gottes Zusage annehmen – und selbst zum Segen für unsere Mitmenschen werden.

Impuls

Wir beten für Segen, wir beten für Frieden,
für Geborgenheit unserer Familie, Schutz wenn wir schlafen.
Wir beten für Heilung, für Wohlergehen.
Wir beten darum, dass du mit deiner mächtigen Hand unser Leiden erleichterst.

Was wenn Prüfungen in diesem Leben deine verborgenen Segnungen sind?

Wir beten für Weisheit, deine Stimme zu hören;
Wir schreien vor Wut, wenn wir nicht fühlen können, dass du da bist.
Wir zweifeln an deiner Güte, wir zweifeln an deiner Liebe,
Doch jedes der Versprechen in deinem Wort ist eigentlich genug.

Was wenn Prüfungen in diesem Leben deine verborgenen Segnungen sind?

Denn was, wenn deine Segnung durch Regentropfen kommt?
Was, wenn deine Heilung durch Tränen kommt?
Was, wenn es tausend schlaflose Nächte braucht, um zu wissen:
Du bist bei uns!
Denn, was wenn die Prüfungen in meinem Leben,
jeder Sturm und die schlimmsten Nächte;
Deine verborgenen Segnungen sind.

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