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01. März 2026

Zweiter Fastensonntag Gut.Versorgt

In den nächsten Wochen bis zum Palmsonntag stehen die Gottesdienste im- mer unter einem besonderen Schlagwort. Heute steht der Gottesdienst unter dem Motto Gut. Versorgt. Wann bin ich, wann seid ihr wann fühlen Sie sich gut versorgt? Und was hat Jesus und unser Glaube damit zu tun?

Darum soll es heute gehen.

Ein Haus zu haben, ein eigenes Zuhause, einen Baum im Garten, der trägt und Schatten spendet – das gibt Sicherheit. Ein fester Beruf, ein Schulabschluss, Versicherung, Vermögen und Geld: All das beruhigt und macht zufrieden. Statussymbole zeigen nach außen, dass wir es „geschafft“ haben. Und nicht zuletzt ist es ein großes Geschenk, täglich genug zu essen und zu trinken zu haben.

Doch die Fastenzeit lädt uns ein, tiefer zu schauen. Unsere Grundbedürfnisse zu sichern ist wichtig – aber für ein gelingendes Leben, für echten Erfolg, reichen sie nicht aus. Mehr Besitz bedeutet nicht automatisch mehr Sinn, mehr Vertrauen oder mehr Hoffnung.

Impuls

Mehr als nur besitzen
Stell dir vor, dein Leben wäre ein Rucksack.
Jeden Tag packst du etwas hinein: Dinge, Erlebnisse, Gedanken.
Vieles ist materiell – Handy, Klamotten, Likes. Und ja, das fühlt sich oft gut an. Aber irgendwann merkst du: Der Rucksack wird schwer. Nicht, weil zu viel drin ist, sondern weil Wichtiges fehlt.

Den Blick zu weiten heißt, mehr zu sehen als nur das, was man kaufen oder zeigen kann. Es heißt, neugierig zu bleiben. Fragen zu stellen.
Andere Meinungen auszuhalten, auch wenn sie unbequem sind.
Es heißt, über den eigenen Tellerrand zu schauen und zu merken:
Die Welt ist größer als meine Bubble.

Materielles kann man besitzen. Geistige Weite wächst, wenn man teilt:
Gedanken, Zweifel, Träume.
Wenn man zuhört, statt sofort zu urteilen.
Wenn man Fehler macht und daraus lernt. Das kostet nichts – und ist trotzdem unbezahlbar.

Vielleicht ist Gut.Versorgt nicht das, was du hast, sondern das, was du verstehst. Nicht das, was du festhältst, sondern das, was dich innerlich weiter macht. Was wäre, wenn du heute deinem Rucksack etwas Neues hinzufügst – nicht etwas Materielles, sondern eine neue Perspektive?

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