Die Fastenzeit lädt uns ein, innezuhalten und neu hinzuschauen: auf unser Leben, auf das, was uns trägt, und auf das, was wirklich zählt. In einer Zeit, die oft von Mangelgefühlen, Tempo und Erwartungen geprägt ist, erinnert uns Gott daran, dass unser Leben aus seiner Fülle lebt. Wenn wir unsere Welt betrachten, können wir eigentlich nur staunen: über den ersten Schnee, der alles verwandelt, über einen Regenbogen am Himmel, über mächtige Berge oder die unvorstellbare Weite des Universums. All das kann uns ehrfürchtig machen.
In dem heutigen 1. Fastengottesdienst nehmen wir zwei Worte genauer im Blick. Genug.Beschenkt. Wir sind Genug.Beschenkt – nicht, weil wir alles haben, sondern weil Gott uns sieht und annimmt. An den kommenden Fastensonntagen werden uns weitere Wortpaare durch die Fastenzeit begleiten. Öffnet euch und seid gespannt auf das, was kommt. Lasst uns in der kommenden Fastenzeit Gut Gemeinsam - Gehen.
Impuls
Wir leben oft im Gefühl des Mangels: nicht genug Zeit, nicht genug Kraft, nicht genug Anerkennung. Und doch ist da zugleich so viel, was uns geschenkt ist – oft leise, oft selbstverständlich. Der Atem, der uns trägt. Menschen, die bleiben. Fähigkeiten, die wachsen durften.
„Genug“ heißt nicht Stillstand, sondern Vertrauen: Ich bin schon wertvoll, - bevor ich etwas leiste. Ich muss mich nicht beweisen, um wertvoll zu sein. In dem, was mir heute gegeben ist, liegt bereits Fülle.
Vielleicht beginnt Dankbarkeit genau dort, wo wir aufhören, uns ständig mit dem zu vergleichen, was uns fehlt – und anfangen zu sehen, wie reich wir schon sind. Wie Genug.Beschenkt wir sind.
Aktion, die durch die Fastenzeit begleitet:
Gestaltet Euch ein Glas der Dankbarkeit!
Genug.Beschenkt
Ganz vieles in meinem Leben ist eigentlich wunderbar.
Viele kleine Dinge des Alltags bereichern mein Leben.
So gesehen habe ich mehr als genug.
Gestaltet Euch ein Dankbarkeitsglas!
Sucht Euch dafür ein altes Schraubglas mit Deckel. Verziert es mit bunten Klebesteinchen, Stiften, Stickern oder Transparentpapier. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Nehmt Euch immer abends kurz Zeit und überlegt: Für was bin ich heute dankbar? Schreibt ein Stichwort auf einen kleinen Zettel. Faltet die Zettel zusammen und legt sie in Euer Dankbarkeitsglas.
Schaut Euch am Ende der ersten Woche alle Zettel nochmal an.
Idee: https://klimafasten.de/
In den Kirchen finden Sie an Stellwänden ein „großes“ Dankbarkeitsglas. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und notieren Sie, wofür Sie DANK empfinden.